Storyline zum Videoworkshop
Der Videoworkshop traf sich während der Freizeit an insgesamt drei Vormittagen, um ein episches Meisterwerk der Freizeitvideokunst zu schaffen.Nachdem eine Story erdacht und auch größtenteils schon vor der Kamera umgesetzt wurde, mussten Pam und ich leider feststellen, dass beide mitgeführten DV-Kameras einen Defekt aufwiesen. Eine zeichnete gar nicht, die andere nur mit großen blauen Querstreifen auf. Brauchbare Aufnahmen: unmöglich!
Aus diesem Grund wurde die Story nicht umgesetzt, der Videoworkshop fiel mehr oder weniger ins Wasser (was Pam und mich immernoch ziemlich ärgert).
Um die Idee, die wir während des Workshops gemeinsam entwickelt haben, nicht gänzlich untergehen zu lassen, folgt nun die Story, wie sie hätte umgesetzt werden sollen. Leider eben bloß in verbaler Form...
Die Band "Selbstmordgefährdet" sitzt in ihrem (natürlich unaufgeräumten) Proberaum, klimpert auf ihren Insrumenten und ist voller Vorfreude auf die am nächsten Tag beginnende Norwegen-Tour.
Um fit zu sein, geht die Band früh schlafen und man sieht, wie Tatjana in ihrem Bett friedlich einschläft...
In der unmittelbar nächten Szene beginnt auch schon die Tour. Konkret beginnt sie mit dem Verlassen des Proberaumes und Besteigen des Bandbusses.
Bester Laune macht man sich auf, sitzt singend und lachend im Tourbus, während der Busfahrer (der sog. Rock´n´Roll Race-Driver) den Bus mit atemberaubender Geschwindigkeit (das "atemberaubend" hätte man sich auch im Film denken müssen...) durch die norwegische Berglandschaft steuert.
Leider hält der Bus dieses nicht durch, sodass die Gruppe mit einer Panne liegenbleibt und der Busfahrer gerade noch ein abgelegenes Hochtal ansteuern kann, bevor der Bus endgültig seinen Dienst quittiert.
Die Band findet das gar nicht lustig und geigt dem Rock´n´Roll Race-Driver die Meinung. Dieser findet das seinerseits nicht lustig, dreht sich um, geht weg und überlässt die Band ihrem Schicksal.
In der Wildnis festsitzend, versucht man nun kollektiv, den Bus wieder flott zu bekommen (mit einem Brecheisen!). Während dieser Arbeiten fällt das Brecheisen zu Boden. Entsetzen macht sich breit als man feststellt, dass hierbei keinerlei Geräusche entstehen. Auch nicht, als man die Bustür schließt oder die Drumsticks aneinander schlägt. Offensichtlich ist das Hochtal völlig geräuschlos. Lediglich die eigenen Stimmen sind wahrnehmbar. Ansonsten herrscht Stille.
Jenny findet das beängstigend und läuft davon. Ihr Weg führt sie durch die Wildnis, vorbei an einem Wasserfall, der ebenfalls geräuschlos fließt.
Das ist zuviel für sie...Sie nimmt sich einen Strick, sucht einen Baum und erhängt sich (zur Sicherheit nimmt sie vorher noch ein paar Tabletten...).
Die anderen suchen sie und finden sie schließlich, selbst zunehmend dem Wahnsinn anheim fallend (wegen der Stille), tot im Wald.
Während die Band noch diskutiert, entfernt sich Tatjana von der Gruppe und versucht, sich mit einem Messer die Pulsadern aufzuschneiden, da sie den Tod ihrer Schwester nicht verwinden kann (im Film waren die beiden nämlich Schwestern. Ja...).
Im letzten Moment sehen dies die anderen und verpassen ihr, um sie zur Besinnung zu bringen, eine saftige Ohrfeige. Komischerweise hört man diese.
Die nächste Szene zeigt eine im Bett hochschreckende Tatjana. Unmittelbar darauf folgt das Verlassen des Proberaumes und das Besteigen des Bandbusses. Aber Moment....Da fehlt doch jemand...Jenny ist noch nicht da, sie muss wohl noch im Proberaum sein. Tatjana geht also zurück, um ihre Schwester zu holen. Als sie den Proberaum betritt, ist sie völlig entsetzt, ihr bleibt der Atem stehen...Keine Jenny!
Während jetzt schon der Abspann läuft und man noch über das Ende rätselt, unterbricht eine Radiomeldung den Abspann. Inhalt: In Norwegen wurde ein wahnsinniger Professor, dem Geräusche jeder Art verhasst sind, verhaftet, weil er eine Maschine konstruiert hat, die ein ganzes Tal in komplette Geräuschlosigkeit getaucht hat....
Alles nur ein Traum???
28. Jul 2008 | Andreas
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